In der Unterwasserwelt von Miami wird ein künstliches Riff und ein spektakulärer Unterwasserpark entstehen. Zusammen mit einem Team aus Forschern, Meeresbiologen und Künstlern plant das Architekturbüro OMA das außergewöhnliche Projekt.

„ReefLine“ soll Miamis Meeresleben schützen und erhalten sowie Tauchern als Attraktion dienen. Korallenriffe sind in Folge des Klimawandels und den damit steigenden Temperaturen enorm gefährdet. Miami Beach soll künftig mit dem Umwelt-Kunstprojekt darauf aufmerksam machen.

Der öffentliche Unterwasser-Skulpturenpark soll sich über eine Länge von elf Kilometern erstrecken und umfasst zusätzlich einen Schnorchelpfad und ein künstliches Riff. Im Dezember 2021 sollen die ersten eineinhalb der elf Kilometer eröffnet werden.

Skulpturen sollen auf den Klimawandel aufmerksam machen

Wie baunetz.de berichtet, ist die Kulturunternehmerin Ximena Caminos als künstlerische Leiterin für das Projekt verantwortlich. In der ersten Phase werden Installationen von Shohei Shigematsu und Leandro Erlich entstehen. Der argentinische Konzeptkünstler Erlich wird mit dutzenden Autos und Lkws, welche aus Sand gemeißelt werden, einen Verkehrsstau bilden. Er verstehe dies als kritisches Statement zum Klimawandel. Shigematsus Entwurf sieht dagegen eine Treppenanlage vor, so das Magazin.

Planung des Unterwasserparks in Miami Planungsphasen mit der Stadt im Hindergrund

Diese Treppe soll als architektonisches Element für Bewegung stehen und wird in eine Unterwasserattraktion verwandelt. Dabei bilden Wendeltreppen die kreisförmige Formation eines Atolls. So entsteht eine dreidimensionale Struktur. Gesicherte Zonen sollen dem Korallenriff Raum zum Wachsen geben.

Ein einzigartiges Erlebnis schaffen

Shohei Shigematsu gehört zum Team von OMA und erzählt, wie sehr er sich freut, mit der Unternehmerin Caminos zusammenzuarbeiten. Das Projekt „ReefLine“ sei einzigartig und zeige die Gefahren des Klimawandels in Miami auf. Es bringe Kultur und Gemeinschaft zusammen. Er freue sich, an den ersten Skulpturen unter Wasser zu arbeiten, so der Architekt.

Für die künftig folgenden Phasen werden bereits weitere internationale Künstler und Künstlerinnen angeworben, um an diesem einzigartigen Projekt teilzuhaben. Die Künstler werden die Skulpturen aus Beton und Kalkstein bauen. Materialien, die einem natürlichen Riff ähnlich sind.

(Fotos: OMA)

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