Das Wrack des deutschen Frachtschiffs „Frankenwald“ liegt in einem verästelten Teil der Nordsee. Das Schiff liegt in den Tiefen des malerischen Fjords Sognefjord. Diese ist der längste und tiefste Fjord Norwegens.

Das stählerne Schiff wurde 1922 in Hamburg erbaut und sank durch einen unglücklichen Fehler im Januar 1940. Durch die falschen Angaben zweier Schiffslotsen an Bord lief die „Frankenwald“ auf einen Felsen auf. In einer Tiefe von 44 Meter liegt das Wrack auf dem Kiel, als wäre es nur kurz geparkt worden.

Das Schiff hat eine Höhe von 44 Metern und eine Länge von 122 Metern. Taucher sollten sich Zeit nehmen, um während mehrerer Tauchgänge alles entspannt erkunden zu können, denn diesen Riesen verschlingt man nicht auf einmal.

Das schönste Wrack Norwegens

Das Wrack befindet sich in einem sehr guten Zustand. Knapp 90 Prozent des Schiffes sind erkennbar und können betaucht werden. Ein vertikaler Riss mittschiffs an Backbordseite verbildlicht den harten Aufprall auf den Meeresboden. Zwei riesige Masten ragen beinahe unbeschadet in Richtung Himmel. Von ihrer Spitze aus sind es noch sieben Meter bis zur Wasseroberfläche.

Die Wassertemperaturen betragen im August höchstens 22 Grad. Im März ist das Wasser am kältesten mit sechs Grad. Mit einem Trockenanzug können Tauchsportler jedoch problemlos abtauchen. Beeindruckende Erfahrungen können in dem Wrack mit seinen riesigen Frachträumen gesammelt werden. Das Frachtschiff bietet Nacktschnecken, Seesternen und Seehasen eine Heimat. Heringe und Leng kommen auch oft zu einem Besuch vorbeigeschwommen.

2009 wurde die „SS Frankenwald“ zum besten Wrack Norwegens gekürt. Nur neun Jahre später wurde sie auch zum schönsten Wrack Norwegens gewählt. Auch wenn der Lack dieser alten Lady schon etwas ab ist, gewinnt die „Frankenwald“ immer noch Schönheitswettbewerbe.

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