Die kleine Balearen-Insel Menorca beherbergt einige schöne und ruhige Tauchspots. Einer der beeindruckenden Plätze ist der Pont de´n Gil im Nordwesten der Insel. Die Natur hat hier nicht nur unter Wasser, sondern auch über der Meeresoberfläche gute Arbeit geleistet.

Die unglaubliche Formation der Kalksteine über Wasser lässt den Gedanken kaum zu, dass dies wirklich nicht von Menschenhand, sondern rein von der Natur erbaut wurde. Das riesige Tor lädt die Urlauber auf einen Besuch ein. Die Brücke über dem Tor ist begehbar und kann sogar mit dem Rad befahren werden. Zusätzlich lädt sie dazu ein, die atemberaubende Schönheit der Landschaft zu genießen.

Eine Höhle nur für Taucher zugänglich

Über den Badebereich „Sa Cigonya“ erreichen Taucher mit einem kleinen Boot eine Felskante unter der sich eine Unterwasserhöhle versteckt. Etwa zehn Meter unter der Meeresoberfläche befindet sich der Eingang zur Höhle. Dieser ist breit genug, um entspannt durchtauchen zu können. Im Eingangsbereich sammeln sich haufenweise Schnecken und begrüßen die Taucher mit neugierigen Blicken.

Dieser Tauchgang ist sowohl für Anfänger, als auch für Profis ein spannendes Erlebnis. Nach einem kurzen Tauchgang erreicht der Taucher das Innere der Höhle. Eine urige Atmosphäre mit Stalaktiten und Stalagmiten begeistert die Besucher jedes Mal aufs Neue. Die weich abfallenden Kaskaden fangen zum Teil schon an der Decke an und münden mit einer scheinbaren Leichtigkeit unten im kalten Nass.

In der rund 220 Meter langen Höhle befinden sich noch eine Menge anderer Schätze und Entdeckungen. Die Akustik der Höhle erinnert an eine alte Kathedrale mit ihren vielen Gängen und Geräuschen. Selbst die Brandung lässt sich genau heraushören und birgt mit dem Klang der gedämpften Wellen eine ganz andere Art von Urlaubsgefühl.

Dem Taucher werden auf seiner Tour kleine Garnelen, große Einsiedlerkrebse und viele weitere Meereslebewesen begegnen. Außerhalb der Höhle befinden sich das Tauchgebiet in Tiefen zwischen acht und 18 Metern. Hier gleiten Mantas und Schildkröten in völligem Einklang über die Taucher hinweg. Die Wassertemperaturen liegen im Winter bei etwa zwölf Grad und im Sommer bei warmen 28 Grad. Die Sichtweiten sind meist ganz hervorragend bis zu 20 Metern.

(Bild: Danita Delimont – stock.adobe.com)

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