Ein Tauchgang im bayerischen Walchensee ist etwas Besonderes. Zwischen Edelkrebsen und großen Aalrutten entdecken Taucher unter anderem versunkene Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg und das meistverkaufte Auto der Welt – einen VW Käfer.

Einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands ist der Walchensee. Dieser liegt 75 Kilometer südlich von München und hat eine maximale Tauchtiefe von 198 Metern. Den Bayerischen See umgeben üppige Wälder, sattgrüne Wiesen und Sandstrände.

Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg

Die Gesamtfläche des Alpensees beträgt etwa 16 Quadratkilometer. Umgeben von schroffen Steilwänden treffen Tauchsportler auf große Quappen, Döbel und Barsch-Schwärme. Von der Oberfläche aus wirkt das Gewässer smaragdgrün, doch unter der Wasseroberfläche herrschen Sichtweiten von bis zu 20 Metern.

Auf dem Grund des Sees befinden sich drei Flugzeugwracks. Eine „Messerschmitt Bf 109“ und ein britischer Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg können betaucht werden. Ebenso stürzte nach dem Abbruch des Leitwerks eine „Aero Commander 680W“ in den Walchensee. Die Überreste bieten mittlerweile Rotaugen und Großen Teichmuscheln eine neue Heimat.

Ein Edelkrebs auf dem Grund
(Foto: bunteWelt – adobe.stock)

Edelkrebse: Die größte heimische Krebsart

Der See gliedert sich in vier verschiedene Tauchplätze auf. In der „Galerie“ finden Tauchsportler das Autowrack eines ausgedienten Ford und Steilwände, die bis auf den Grund reichen. Der „Steinbruch“ am Südufer bietet Aalen ein Versteck in zahlreichen Spalten der steilen Felswände.

„Am Hackl“ werden Taucher von Perlfischen und großen Schwärmen bunter Regenbogenforellen umgeben. Diese folgen den Sportlern bis hin zu einem echten Oldtimer. Ein VW Käfer ruht auf dem Grund, umgeben von dem ein oder anderen Wels.

Die Strömungen am „Urfeld“ sind durch das Walchensee-Kraftwerk meist stärker und professionellen Tauchern vorbehalten. Hier können zwischen Seeforellen und Saiblingen die Wracks zweier Ruderboote erkundet werden. Im Jahr 2003 wurden Edelkrebse im Walchensee angesiedelt. Die Krebse erreichen eine Größe von bis zu 20 Zentimetern und zählen somit als größte heimische Krebsart.

(Foto: cloudless – adobe.stock)

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