Unter Tauchern ist der Helenesee in Brandenburg schon lange bekannt. Zwischen Wracks, einer Telefonzelle und einem alten Computer treffen Taucher auf große Hechte und nachtaktive Flusskrebse.

Etwa acht Kilometer südlich von Frankfurt (Oder) liegt der Helenesee. Dieser wird unter Tauchern auch liebevoll „Helene“ genannt. Der ehemalige Braunkohletagebau hat sich zu einem Naherholungsgebiet und Tauchspot gemausert. Die Tauchbasen „Aqua & Aero“ und „Dive & Fun Seelöwen“ stellen Leihausrüstungen zur Verfügung. Erfahrene Tauch-Buddys begleiten Sportler auf ihrem Erlebnis durch die Helene.

Der Haupteinstieg befindet sich am Weststrand. Über den weißen Sand gelangen Taucher in das klare Gewässer. Die Sichtweiten liegen meist bei bis zu zwölf Metern. Die Wassertemperaturen steigen im Sommer auf bis zu 20 Grad. Im Winter sinken die Temperaturen bis auf den Nullpunkt.

Ein Arbeitsplatz auf dem Grund

Mit rund 200 Hektar Wasserfläche bietet die Helene viele spannende Entdeckungstouren. Taucher treffen unter anderem auf Fahrräder, ein Ruderboot und eine ausgediente Telefonzelle. Diese werden meist von Flussbarschen, Rotfedern und Plötzen umkreist.

Zwischen unzähligen Sternarmleuchteralgen, Laichkraut und Tannenwedel verstecken sich Karpfen, Welse und Hechte mit einer Größe von über einem Meter. Zwei Auto-Wracks und ein alter Stahlkahn ruhen auf dem Grund der Helene. Nicht weit entfernt steht ein einsamer Tisch mit einem alten Computer.

Helene misst eine maximale Tiefe von 56 Metern. Während eines Nachttauchgangs können Taucher bis in eine Tiefe von sechs Metern Aale, Steinbeißer und Flusskrebse auf der Jagd beobachten. Diese warten zum Teil zwischen Wasserschläuchen auf ihre Beute.

Kulinarische und akustische Highlights am Seeufer

Über das Jahr verteilt finden am Helenesee einige Veranstaltungen statt. Im September kann man beim Street Food Festival allerlei Köstlichkeiten probieren. Im Juli gibt es dann auf die Ohren: Beim bekannten Helene Beach Festival treten unter anderem Hip-Hop-Acts wie Kontra K, Gzuz und Rin auf insgesamt acht Bühnen auf.

(Bild: b.neeser – adobe. stock)

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