Das Beobachten von Blauwalen gehört zu den spektakulärsten Erfahrungen. In den Gewässern der Azoren, Islands und der Ostküste Australiens können sich Taucher auf ein Unterwasser-Abenteuer mit den Riesen begeben.

Trotz ihrer gewaltigen Größe sind Blauwale für Taucher komplett ungefährlich. Ihr Körperbau würde es nicht zulassen, einen Taucher auch nur versehentlich zu verschlucken. Obwohl ihr Maul so groß ist, dass sie mit einem einzigen Schluck 80.000 Liter Wasser schlucken können und ihre Zunge das Gewicht eines Elefanten aufweist, ist ihre Kehle nur so breit wie eine menschliche Hand.

Blauwale tauchen bis zu 20 Minuten und etwa 300 Meter hinab, um dann wieder an der Wasseroberfläche Luft zu holen. Ihr Blas reicht bis in eine Höhe von zehn Metern. Mit dem Ausatmen könnte der Blauwal etwa 2.000 Luftballons füllen.

Der sanfte Riese wird über 100 Jahre alt und zählt zu den Bartenwalen. Somit stehen Plankton, kleine Fische und Krebstierchen auf seinem Speiseplan. Mit etwa zwei Tonnen Nahrung am Tag ist der Blauwal ein wahrer Vielfraß.

Die Wanderung des Blauwals

Im Sommer wandert der Blauwal in die kälteren Meeresgebiete, wie Grönland und in die arktischen Regionen. Hier fressen sie sich den Speck für den Winter an. Im Herbst geht es dann Richtung Äquator, um in den Wintermonaten in den tropischen und subtropischen Gewässern anzukommen. Hier bekommen die Weibchen ihre Jungen.

Der Indische Ozean beherbergt in den Wintermonaten zahlreiche Blauwale. Besonders die Gewässer vor Timor-Leste und Sri Lanka sind für Walsichtungen bekannt.

Mexiko beherbergt nicht nur Kakteen und Sand, sondern vor Baja California auch Blauwalweibchen mit ihren Jungen. Im Frühjahr machen sich die Blauwale dann wieder auf den Weg in die Polargebiete.

Blauwal aus der Vogelperspektive
(Bild: ead72 – adobe. stock)

Schwerer als T-Rex

Mit einer Körperlänge von 33 Metern ist der Blaulwal das größte Tier der Welt. Er bringt bis zu 200 Tonnen auf die Waage, so viel wie 30 ausgewachsene Elefanten. Selbst der berühmt-berüchtigte T-Rex wog nur 8 Tonnen.  Somit geht der Rekord des schwersten Tieres an den Blauwal. Schon sein Herz umfasst die Größe eines Kleinwagens und durch seine Blutgefäße könnte ein Kleinkind krabbeln.

Trotz seines Gewichts erreichen Blauwale eine Geschwindigkeit von bis zu 30 Kilometer pro Stunde. Die Einzelgänger verständigen sich durch Rufe. Diese erreichen eine Lautstärke von bis zu 190 Dezibel, was lauter ist, als der Start eines Düsenjets (140 Dezibel). Die natürlichen Feinde des Blauwals sind Schwertwale, Orcas und Haie.

(Bild: Charlotte – adobe. stock)

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