Etwa 20 Meter vor den schottischen Orkney-Inseln befindet sich das Wrack der „SS Tabarka“. Das britische Schiff bietet den heimischen Fischen seit 80 Jahren ein Zuhause. Taucher jedes Niveaus können das Wrack von innen und außen besichtigen und eine Vorstellung vom Leben in dem Blockschiff gewinnen.

Seit 1941 liegt die Tabarka vor Burra Sound in einer Tiefe von 18 Metern auf steinigem Grund. Bei ruhigem Seegang können sich Sportler auf ihren Tauchgang vorbereiten. Auf dem Weg zu dem Wrack können sie Riesenhaien und Mondquallen begegnen. Die Wassertemperaturen betragen in den Wintermonaten etwa fünf Grad. In den warmen Monaten steigen sie bis auf 14 Grad an.

Die Tabarka wurde absichtlich versenkt, um zu verhindern, dass deutsche U-Boote in das Gewässer von Scapa Flow vordringen. Das Schiff liegt verkehrt herum auf dem Deck, während der Kiel Richtung Meeresoberfläche zeigt. Das Wrack ist an mehreren Stellen durchlöchert, was das Eindringen ins Innere erheblich erleichtert. Die Innenräume können ohne Weiteres betaucht werden, während der ein oder andere Hummer den Weg des Tauchers kreuzt.

Bunte Röhrenwürmer in extremen Strömungen

Die Gezeitenströme sind teilweise extrem und Taucher sollten den Gang ins Wasser genau planen. Selbst im Inneren der Tabarka ist der Wasserwechsel unter Umständen erheblich. Doch mit dem richtigen Tauch-Guide und einer guten Planung kann das Wrack in Ruhe erkundet werden. Um die Tabarka herum tummeln sich meist Seelöwen, mit denen der ein oder andere Taucher eine Runde die Außenseite besichtigt.

Das Blockschiff besitzt eine Länge von fast 100 Metern und eine Breite von knapp 14 Metern. Die gesamte Länge des Schiffs ist mit Anemonen und Algenblüten bedeckt, in denen sich farbenfrohe Röhrenwürmer, Krebstierchen und Seesterne verstecken.  

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