Tirol einigt sich nicht für Tauchgänge? Weit gefehlt. Im Achensee erwarten Taucher spannende Parcours. In drei verschiedenen Tauchrevieren entdecken Tauchsportler Steilwände, Auto-Wracks und einen Unterwasser-Fischer.

Mit einer Länge von acht Kilometern und einer Breite von einem Kilometer ist der Achensee der größte See Tirols. Er liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Innsbruck. Das Tauchen ist vom 1. Mai bis 31. Oktober mit einer Genehmigung erlaubt. Diese bekommen Taucher unter anderem in Pertisau am Bootsverleih, im Hotel Post oder beim Campingplatz in Achenkirch. Hier kann man, neben einer Füllanlage für Nitrox und Pressluft, auch Tauchausrüstungen ausleihen.

Der Achensee besitzt eine maximale Tiefe von 133 Metern und ist damit der tiefste See Tirols. Die Wassertemperaturen betragen in den Sommermonaten zwischen 16 und 20 Grad. Je tiefer man taucht, desto klarer. In den 40 Meter tiefen Bereichen kann die Sichtweite bis zu 15 Meter betragen.

Straßenschilder und Autowracks

Die Tauchplätze des Achensees befinden sich am Ostufer. Steigen Taucher am „Hechenberg“ ein, können sie in einer Tiefe von 42 Metern einen alten Opel Blitz, das Wahrzeichen des Achensees, entdecken. Seine Türen stehen den Tauchern weit offen, wobei der Dieselmotor Gebrauchsspuren aufweist. Der Wagen befindet sich zwar in einem guten Zustand, doch fahrtauglich wird er wohl nicht mehr. Etwas weiter befindet sich eine Madonnen-Statue, einige Baumstämme und eine imposante Steilwand, die meist von Forellen und Seesaiblingen umschwommen wird.

Etwas weiter nördlich befindet sich das Tauchrevier „Schwarzenau“. Taucher haben hier einen leichten Einstieg in das Gewässer. Verschiedene Wegweiser erleichtern die Orientierung unter der Wasseroberfläche, sodass Tauchsportler schnell zu dem nächsten Highlight des Sees gelangen. Neben einigen Straßenschildern können Taucher auch drei VW-Käfer erkunden. Von den Auto-Wracks liegt eines auf dem Dach. Die anderen beiden sind in einem äußerst guten Zustand.

Ein Unterwasser-Angler mit Pfeife
(Bild: Archiv – blackdivers)

Mit Bierdose und Angel auf den nächsten Fang warten

Das nördlichste Tauchgebiet ist der TCI-Parcours. Die Sehenswürdigkeiten liegen in Tiefen zwischen zwölf und 30 Metern. Unter einem herumgedrehten Boot können sich Taucher für einen kurzen Moment verstecken, bevor sie einen Briefkasten, eine Telefonzelle und eine Seilbahngondel erkunden können.

Zwischen Hechten, Barschen und Koppen können Taucher eine gefüllte Schatzkiste erforschen und einen alteingesessenen Unterwasser-Fischer. Mit einer Angel, einer Bierdose und einer Pfeife im Mund sitzt er auf seinem weißen Klappstuhl und es scheint fast so, als würde er noch immer auf einen großen Fang warten.

(Bild: SusaZoom – adobe stock)

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