Die Tiefen der Meere zu erkunden, muss insbesondere für Taucher mit einer Fehlsichtigkeit gut überlegt sein. Welches Hilfsmittel kommt für das klare Sehen während eines Tauchgangs in Frage? Kontaktlinsen oder gar eine Taucherbrille mit der passenden Stärke sind Möglichkeiten.

Bei manchen Menschen hält sich der Irrglaube, dass unter der Wasseroberfläche keine Sehhilfe nötig sei, da sich die äußeren Verhältnisse und die Lichtbrechung unter Wasser ändern. Doch die Sicht wird nicht schärfer, sondern alles wirkt nur etwas näher.

Brillenträger sollten sich überlegen, wie viel Geld sie ausgeben möchten und wie oft sie die Unterwasserwelt betauchen. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Sehstärke unter Wasser auszugleichen. Zum einen mit Kontaktlinsen und zum anderen mit einer an die Sehstärke angepasste Taucherbrille. Beides birgt Vor- und Nachteile.

Harte Kontaktlinsen können verloren gehen

Harte Kontaktlinsen, auch formstabile Linsen genannt, sind recht teuer, da sie genau an die Hornhaut angepasst werden. Dringt Wasser in die Taucherbrille, besteht durch den lockeren Sitz der Linsen die Gefahr, dass diese schon bei geringem Druck weggespült werden. Verlieren Taucher ihre Kontaktlinsen in tiefen Gewässern, ist das nicht nur ärgerlich, sie tappen dann wortwörtlich im Dunkeln.

Nach einem Tauchgang in tieferen Gewässern können sich kleine Stickstoffbläschen zwischen den Linsen und der Hornhaut bilden. Dies hängt mit der Dekompression zusammen. Die Sicht verschwimmt in den ersten Momenten. Doch dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Durch langes und häufiges Blinzeln werden diese Bläschen durch die Tränenflüssigkeit abtransportiert.

Zwei Taucher in einem orangen Fisch-Schwarm
(Bild: konoplizkaya – adobe.stock)

Infektionsrisiko bei weichen Linsen

Weiche Kontaktlinsen liegen gut an der Hornhaut an und gehen nicht so leicht verloren. Dringt jedoch Wasser in die Taucherbrille, quellen die Linsen auf. In diesem Fall können Taucher alles versuchen, doch die Linsen sitzen nicht mehr richtig. Bakterien, Mikroorganismen und andere Schmutzpartikel können sich an den Kontaktlinsen festsetzen und die Augen reizen.

Das Infektionsrisiko steigt, je länger die Linsen getragen werden. Nach dem Tauchgang sind eine schnelle Desinfektion und das Ausspülen der Augen besonders wichtig, um eine Bindehautentzündung und andere Infektionen weitestgehend auszuschließen.

Eine hygienische Alternative bieten Tageslinsen. Nach dem Tauchgang können sie entsorgt werden und die Kosten der Anschaffung sind überschaubar. Der erste Tauchgang sollte bei jeder Kontaktlinsen-Art in der heimischen Badewanne stattfinden, um die Eigenschaften zu prüfen.

Tauchmasken mit angepassten Gläsern

Sportler, die länger und öfter die Meere der Welt erkunden, sollten über eine eigene Tauchmaske mit angepassten Gläsern nachdenken. Sie wird nicht einfach weggespült und birgt keine Infektionsrisiken. Es gibt viele Optiker, die sich auf Tauchmasken spezialisiert haben. Unter anderem werden passende Tauchbrillen von tauchmaske.de für Kinder und Erwachsene hergestellt.

(Bild: Dudarev Mikhail – adobe.stock)

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