Bei Wassertemperaturen von bis zu 20 Grad entdecken Taucher riesige Sardinen-Schwärme. Diese locken schnell große Raubtiere an, die in einem unglaublichen Naturspektakel hinter den begehrten Fischen herjagen.

Zwischen Mai und August findet jährlich der „Sardine Run“ statt. Die Sardinen reisen zu den Agulha-Bänken an der südafrikanischen Küste, um sich zu paaren und den Laich im Meer abzulegen. Sind die neugeborenen Sardinen stark genug, machen sie sich zusammen in Schwärmen auf den Weg Richtung Mosambik.

Um das Risiko zu verringern, einem Raubfisch zum Opfer zu fallen, bilden sie Gruppen von tausenden Fischen. Diese Schwärme sind meist bis zu sieben Kilometer lang. Durch die riesigen Mengen werden große Jäger angelockt.

Der Sardine Run mit einem hungrigen Schwertfisch
(Bild: Andrea Izzotti – adobe.stock)

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Mit einem Schlauchboot fahren Taucher vom St. Johns Port hinaus aufs Meer und halten nach einer großen Ansammlung von Vögeln Ausschau, die sich aufgeregt in das kühle Nass stürzen, um auch eine Sardine zu fassen. Tauchsportler sollten viel Geduld mitbringen. Teilweise verbringen sie bis zu acht Stunden auf dem Wasser, bis sie den ersten Sardinen-Schwarm entdecken. Die Bewegungen des „Sardine Runs“ sind schwer vorherzusagen, da sie vom Wetter, von der Strömung und von vielen weiteren Faktoren abhängen.

Entdecken Taucher einen großen Schwarm, heißt es ab ins Wasser. Große Delfinschulen jagen in Zusammenarbeit mit Seelöwen durch die Sardinen-Schwärme. Sobald Haie das Feld betreten, gehen Delfine und Schwertfische lieber auf Abstand und lassen die größeren und gefährlicheren Tiere ihre Jagd beginnen.

Dieses Naturspektakel fällt mit der Wanderung der Buckelwale zusammen. Diese lassen sich ein kostenloses Buffett natürlich nicht entgehen. Mit etwas Glück entdecken Taucher auch Orcas, die hinter den flinken Sardinen her jagen, um ihr Stück vom Kuchen zu bekommen.

(Bild: wildestanimal – adobe.stock)

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