Schwerelos und frei durch die Unterwasserwelt schweben – das Erlebnis ist eines der Punkte, die das Tauchen zu einem unvergesslichen Ereignis machen. Dabei gehört das Tarieren des Jackets zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Taucher beherrschen sollten, um durch das Wasser zu schweben.

Die Fähigkeit, die Position in den Tiefen zu halten, ohne unkontrolliert auf- oder abzusteigen, nennt man neutrales Tarieren. Auch erfahrene Taucher können nicht automatisch perfekt tarieren. Um das Tarieren zu beherrschen und zu verbessern, sollten Taucher verstehen, was unter Wasser mit dem Körper passiert, wenn er neutral tariert ist.

Tarieren verbessern und Grundlagen verstehen

Im Wasser wird der Körper aufgetrieben. Wie der Tauchblog feel4nature.com erklärt, sinkt der Taucher, wenn die Auftriebskraft kleiner ist als die auf den Körper wirkende Abtriebskraft  – man hat eine negative Tarierung. Ist die Auftriebskraft hingegen größer, steigt der Taucher folglich auf beziehungsweise schwimmt an die Oberfläche – man hat eine positive Tarierung. Sind beide Kräfte (Auf- und Abtrieb) gleich groß, dann hat der Taucher eine neutrale Tarierung, er steigt weder auf noch ab.

Die Tarierung des Jackets steuert auch die Bewegung des Tauchers unter Wasser. Um eine neutrale Tarierung zu erlangen, wird bei steigendem Abtrieb ein Auftrieb entgegengesetzt. Das erreichen Taucher, indem sie Luft in das Jacket füllen, bis der Körper auf einer Tiefe schwebt und weder auf- noch abtreibt.

Feingefühl beim Lufteinfüllen für eine erfolgreiche Tarierung

Eine Ursache für schlechtes Tarieren kann der falsche Einsatz des Inflators an dem Jacket sein. Pumpen Taucher schlagartig zu viel Luft in das Jacket oder lassen diese zu schnell ab, kommt es zu einem unkontrollierten Auf- oder Abstieg. Am besten füllt und lässt der Taucher die Luft in kleinen Mengen ab und tastet sich langsam an die richtige Tiefe heran.

Mit der Zeit und viel Übung lernt der Taucher, den Körper unter Wasser genau so gut zu kontrollieren wie an Land. Auch die Auftriebskraft kann mit der Zeit immer leichter eingeschätzt werden und wie man dieser richtig entgegenwirkt.

Taucher sollten unter Wasser entspannt sein und sich nicht Stressen. Sobald der Taucher neutral tariert ist, wird die Position mit einer ruhigen Atmung kontrolliert. Wichtig dabei ist, den einheitlichen Flossenschlag beizubehalten und sich auf den Tauchgang zu konzentrieren, nicht auf eine krampfhafte Atmung.

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