Auf und vor Sardinien ist für jeden etwas dabei: Vom technischen Taucher, der die faszinierenden Unterwasserhöhlen erforschen kann, bis hin zum Geschichtsliebhaber, der auf Erkundungstour in Wracks geht.

Die große italienische Insel im Mittelmeer lockt mit ihrer etwa 2.000 Kilometer langen Küste Tauchliebhaber aus der ganzen Welt. Sandiger Meeresboden, Unterwasserhöhlen, die durch ihre engen Korridore an beeindruckende Labyrinthe erinnern und Felsformationen, in denen sich die verschiedensten Meereslebewesen tummeln. Durch die grandiose Vielfalt dieses Gewässers wird Sardinien auch oft als das beste Tauchgebiet Italiens bezeichnet, wenn nicht sogar des gesamten Mittelmeerraumes.

Wer darauf aus ist, faszinierende Meeresbewohner zu sehen, ist hier genau richtig. Tintenfische, Pantoffelhummer und Skorpionfische begegnen Tauchern in diesen Gewässern, genauso wie freundliche Delphine und mediterrane Bambushaie.

Fische über Sandboden
(Bild: Stefano Garau – stock.adobe.com)

Typisch mediterranes Klima

Heiße Sommer und feuchte Winter sind hier zu beachten. Im Sommer liegen die Wassertemperaturen von Mai bis Oktober zwischen 15 bis 24 Grad mit sehr geringem Niederschlag von etwa zehn Millimetern pro Kubikmeter. Jedoch gibt es häufig eine Thermokline in einer Höhe von etwa 12 Metern, in der die Temperaturen auf circa 15 Grad abfallen. Zu dieser Jahreszeit lässt es sich am besten Tauchen, da das glasklare Wasser eine perfekte Sicht zulässt.

Von November bis April liegen die Wassertemperaturen zwischen acht und 13 Grad. Der recht hohe Niederschlag beträgt zwischen 60 und 80 Millimetern pro Kubikmeter. Unter diesen Umständen verschwinden die meisten Meereslebewesen zu dieser Zeit.

Kriegstransporter 12 auf der Jungfernfahrt versunken

Auch für Wrackfans liegt ein Highlight vor der sardischen Küste. Die KT12, die Abkürzung für Kriegstransporter 12, der deutschen Kriegsmarine wurde am 10. Juni 1943 auf seine Jungfernfahrt zu Meer gelassen. Auf der Route nach Nordafrika hatte das gepanzerte und bewaffnete Schiff Verpflegung, Treibstoff und Fahrzeuge für die deutschen Truppen an Bord. Die KT12 hat ein Gewicht von 843 Tonnen und eine Länge von 67 Metern.

Auf der Route nach Nordafrika feuerte das britische U-Boot HMS Safari mit drei Torpedos auf den Kriegstransporter. Ein Torpedo traf und sprengte den Bug, wobei die an Bord befindlichen Ölfässer in Brand gerieten. Durch die auslaufenden Öle und Treibstoffe fing das komplette Schiff und das umliegende Wasser Feuer. Seither liegt das Wrack der KT12 in einer Tiefe von 20 bis 34 Metern und kann von Tauchern besichtigt werden.

(Bild: Stefano Garau – stock.adobe.com)

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