Taucherherzen schlagen in den Gewässern der Vulkaninsel Socorro im westlichen Pazifik höher. Hand aufs Herz: Wer würde nicht gerne mit einem riesigen Manta schwimmen? Oder in den Meeren mit Delphinen spielen? All diese Erfahrungen sammeln Taucher vor Socorro.

San Benedicto, Clarión und Roca Partida bilden mit Socorro den Revillagigedo-Archipel. Dieser gehört zum mexikanischen Bundesstaat Colima. Taucher haben die Chance, Großfische aus nächster Nähe zu sehen, die sonst meist nur aus der Ferne betrachtet werden können.

Die beste Zeit für einen Tauchgang liegt zwischen November und Juni. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 20 und 28 Grad je nach Jahreszeit. Die Tauchsaison beginnt meist im November. Die Wintermonate sind sonnig mit gelegentlichen Schauern. Die Tauchgänge werden von erfahrenen Tauchlehrern begleitet. Nur fortgeschrittene Taucher sollten hier auf einen Tauchgang gehen, da die Strömungen recht stark sein können. Der Tauchguide führt den Taucher bis in eine Tiefe von 20 bis 30 Metern. Hier wird eine gute Tarierung und Erfahrungen im Drift- und Tiefentauchen vorausgesetzt.

Taucher mit Mantarochen in nächster Nähe
(Bild: Richard Carey – stock.adobe.com)

Zu empfehlen ist ein fünf bis sieben Millimeter Nasstauchanzug mit Kopfhaube, denn die Temperaturen fallen in der Tiefe ab. Handschuhe, Messer und Lampen sind während des Tauchgangs nicht gestattet. Bei Sichtweiten zwischen zehn und 30 Metern wird auch keine Lampe benötigt.

Mit Mantas auf T(a)uchfühlung

Mit etwas Glück sehen Taucher verschiedene Haisorten, wie den Seidenhai, den Schwarzhai oder den Tigerhai. Auch große Thunfische und Stachelmakrelen können oft beobachtet werden. Tauchbegeisterte können von Februar bis Mitte April die Riesen der Meere erforschen. In diesen Zeiten kommen tausende Buckelwale zum Kalben nach Socorro.

Zwei Mantas gleiten über mehrere Taucher hinweg
(Bild: Michael Bogner – stock.adobe.com)

Das Highlight der Insel sind die zutraulichen Mantas. In anderen Gebieten der Welt sind Mantarochen eher scheu und zurückhaltend. In den Gewässern von Socorro ist das anders. Die beeindruckenden Lebewesen drängen sich den Tauchern förmlich auf. Sie haben eine interessante Art von „Wellness“ für sich entdeckt. Die Mantas verharren regelrecht über den Tauchern und lassen die aufsteigenden Luftblasen auf ihre Haut prasseln. Dies scheint die Tiere nicht nur zu begeistern, es entfernt auch Parasiten, die sich auf der Haut befinden.

Mit einer Spannweite von sieben Metern und einem Gewicht von zwei Tonnen wirken Mantas gigantisch. Doch nicht die Größe, sondern ihr Verhalten ist in den Regionen einzigartig.

(Bild: leonardogonzalez – stock.adobe.com)

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