Warum in die Ferne reisen, wenn Taucher das Unterwasserglück direkt vor der Tür finden können. 20 Kilometer nördlich von München befindet sich der Echinger Weiher. In dem Gewässer können Taucher nicht nur auf Barsche und Hechte, sondern auch auf einen Alien treffen.

In einem Naturschutzgebiet in der Nähe von München liegt der 100 Meter breite und 250 Meter lange Echinger Weiher. Auf dessen Grund befinden sich unter anderem Armleuchter-Algen, die mehrere Meter hoch wachsen. Dadurch entsteht für Taucher eine Art Unterwasser-Dschungel. Hier springen jedoch keine Äffchen von Ast zu Ast, sondern große Waller und kleine, flinke Kaulquappen durchqueren den Algen-Wald.

Etwas tiefer werden Taucher dann noch von einem Alien namens Oscar begrüßt. Von vorne betrachtet, scheint es fast, als würde die Statue Oscar den Tauchern freundlich zuwinken. Doch kommen Sportler von oben angeschwommen, dann gewinnen sie den Eindruck, dass Oscar die Hand in Richtung seines Ohres hebt, um besser zuhören zu können. Ob er den Tauchern zuhört, die durch seinen Weiher streifen oder den Fischen, die ihm abends die spannenden Geschichten des Tages erzählen, bleibt ein Rätsel. 

Die maximale Tauchtiefe im Echinger Weiher beträgt etwa neun Meter mit einer ganzjährigen Wassertemperatur von um die zehn Grad. Die Einstiege befinden sich auf verschiedenen Plattformen in flacheren Bereichen. Diese Bereiche sind besonders bei Tauchschulen beliebt, um Neulingen das Abtauchen und Tarieren beizubringen.

Einzigartiges Farbenspiel

Das Sediment des Weihers besteht aus Kies und Schlamm, welches sich abwechselnd über dem Grund verteilt und von Wasserminze überzogen ist. Die zahlreichen Grundwasser-Quellen im Weiher verbessern die Sicht bis zu einer Weite von 20 Metern. Durch diese Quellen wird der Weiher auch im tiefsten Winter nicht von einer dicken Eisschicht überzogen. Taucher können dort ein einzigartiges Farbenspiel in verschiedenen Blautönen beobachten.

In den tieferen Bereichen des Gewässers stoßen Makro-Taucher auf Krebstierchen und Süßwasser-Schnecken. Taucher, die auf größere Fische warten, treffen auf Hechte, Karpfen und den ein oder anderen dicken Waller.

Eine Anreise mit gefüllter Tauchflasche ist nötig, da sich vor Ort keine Möglichkeit zum Befüllen bietet.

(Bild: Archiv – FLUID München)

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