Mit seiner maximalen Spannweite von bis zu neun Metern ist der Riesenmanta der größte Rochen der Welt. An den Küsten von Australien, Indonesien und Thailand können Taucher den friedlichen Tieren unter anderem begegnen.

Riesenmantas gehören zur Gattung der Teufelsrochen. Ihre Kopfflossen, der peitschenartige Schwanz und ihre dunkle Erscheinung verliehen den Teufelsrochen ihren Namen. Doch nur rein äußerlich erinnern sie an den Schrecken der Unterwelt, denn ihr friedliches Wesen birgt für niemanden eine Gefahr.

Mit einer maximalen Spannweite von neun Metern und einer Gesamtlänge von bis zu acht Metern ist der Riesenmanta der größte Rochen der Weltmeere. Er besitzt an der Oberseite seines Schwanzes keinen Giftstachel, wie andere Rochen-Arten.

Die besten Chancen auf ein Treffen

Fast weltweit können Taucher mit diesen beeindruckenden Tieren schwimmen. Doch es gibt Gebiete, in denen die Chancen auf ein Treffen sehr gut stehen.

Mehr als 500 Riesenmantas kommen von November bis Juni in die Gewässer von Socorro in Mexiko. Hier sind die Mantas nicht scheu, wie in anderen Regionen des Meeres. Sie drängen sich den Tauchern regelrecht auf.

Vor der Küste von Kona, Hawaii finden Manta-Tauchgänge generell nachts statt. Das helle Licht der Scheinwerfer zieht vermehrt Plankton an, welches wiederum zahlreiche Riesenmantas zur Nahrungsaufnahme anlockt.

Die besten Chancen, bei Raja Ampat in Indonesien auf die großen Lebewesen zu treffen, hat man zwischen Dezember und März. Hier können Taucher nicht nur Riesenmantas sehen, sondern auch ihre Artgenossen, die Riffmantas und die Ozeanischen Mantas.

Riesenmanta von unten betrachtet
(Bild: kaschibo – stock.adobe.com)

Akrobaten der Unterwasserwelt

Riesenmantas scheinen als Artisten ihren Spaß gefunden zu haben. Ihre flügelartigen Flossen nutzen die Tiere nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch, um ihre sportlichen Tricks vorzuführen. Immer wieder können Taucher sie dabei beobachten, wie die sonst so eleganten Lebewesen ein Rad durch das Wasser schlagen oder eine Art Rolle ausführen. Mit etwas Schwung springen sie bis zu zwei Meter aus dem Wasser und landen mit einem lauten Bauchklatscher wieder im Meer.

In ihrem breiten Unterkiefer befinden sich sechs bis acht Zahnreihen mit bis zu 182 Zähnen in jeder Reihe. Insgesamt können das bis zu 1.400 Zähne sein. Die hintereinander angereihten Zahnreihen erinnern erst einmal an die eines Haies, doch die Zähne des Mantas sind nicht spitz und gefährlich. Sie besitzen lediglich die Größe eines Stecknadelkopfes und werden nicht genutzt. Denn auf ihrem Speiseplan stehen Plankton, Garnelen und kleine Fische, die sie, ohne zu kauen, herunterschlucken.

(Bild: Kjersti – stock.adobe.com)

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