Am letzten Sonntag sank ein chinesischer Trawler mit einer Fracht von 130 Tonnen Heizöl vor der Küste von Mauritius. Die Bewohner der Insel haben jetzt Angst vor einer Ölpest, die die Existenz vieler bedrohen würde.

Im Nordwesten der Insel Mauritius, in der Nähe von Port Louis sank am vergangenen Sonntag, den 7. März, ein chinesisches Schiff der Hochseefischerei. Der Kapitän gab am Sonntagabend SOS-Signale. Der Trawler hatte 130 Tonnen Heizöl und fünf Tonnen Schmiermittel an Bord geladen.
Die Besatzung des Trawlers wurde kurz darauf evakuiert. Die Mannschaft befindet sich laut der derzeitigen Corona-Verordnungen mittlerweile in Quarantäne. Die zuständigen Behörden alarmierten sofort die Küstenwache, um eine Ölpest im indischen Ozean zu vermeiden. Nach Angaben der Behörden hatte das Schiff ein Leck, durch welches schon eine Ölspur ins Meer gelaufen war. Sicherheitskräfte setzten daraufhin Ölsperren ein, um das Öl von der Küstenregion fernzuhalten.

Ölfässer lagern neben-und übereinander
(Bild: bluedesign – stock.adobe.com)

Nach Angaben des Fischereiministers Sudheer Maudhoo sollen bis Freitag alle an Bord befindlichen Tonnen abgepumpt sein. Danach steht die Bergung des Schiffes an. Die Polizei beschlagnahmte Dokumente des Schiffes und setzt die Untersuchungen zum Untergang weiter fort.

Letzte Ölpest nur ein Jahr her

Die letzte Ölpest ist erst knapp ein Jahr her. Im Juli 2020 war der japanische Frachter „Wakashio“ mit knapp 1.000 Tonnen Treibstoff auf Grund gelaufen. Durch diese Ölkatastrophe waren das Öko-System, die Korallen-Riffe und die Mangroven-Wälder schwer beschädigt worden.

Die Erfahrungen des letzten Jahres bereiten den 1,5 Millionen Einwohnern der Insel große Sorgen. Ein Großteil von ihnen ist auf den Tourismus und den Fischfang angewiesen. Was dies langfristig mit den Tauchspots der Insel anrichtet, bleibt abzuwarten. Solche Unglücke können sich nachhaltig auf die Riffe und das Öko-System auswirken.

(Bild: Myroslava – stock.adobe.com)

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