In dem wenig besuchten Daedalus-Riff bei Ägypten geben sich Wal- und Hammerhaie die Klinke in die Hand. Erfahrene Tauchsportler können den Bewohnern zwischen Anemonen und Korallen ganzjährig einen Besuch abstatten. 

Einige besonders schöne Naturschauspiele sind weit von den nächsten Siedlungen entfernt und man muss eine gewisse Anfahrtszeit auf sich nehmen. Einmal angekommen, ist man jedoch froh, die Zeit aufgewandt zu haben. Das Daedalus-Riff liegt etwa 100 Kilometer östlich von der Kleinstadt Marsa Alam in Ägypten.

Die abfallenden Steilwände sind dicht mit Fächer- und Weichkorallen bewachsen. Steilwandtaucher können kleine Meeresbewohner erforschen und in Felsspalten versteckte Muränen entdecken. Die Tiefen reichen von fünf bis 40 Meter mit Sichtweiten zwischen 20 und 30 Metern. Teils sind die Strömungen sehr stark. Aus diesem Grund dürfen in diesem Gebiet nur erfahrene Taucher mit mindestens 50 Tauchgängen in die Tiefen gleiten.  

Drei Anemonenfische in einer Anemone
(Bild: crisod – stock.adobe.com)

Taucher finden Nemo

Das nährstoffreiche Wasser bietet Meeresbewohnern eine perfekte Umgebung mit Wassertemperaturen zwischen 21 und 29 Grad. Das Riff kann ganzjährig betaucht werden. Die Tauchwände laden zum Entdecken und Erforschen ein. Dort befinden sich unzählige Kleinstlebewesen, die sich zwischen Gorgonen und Korallen verstecken. Schildkröten und Mantarochen durchstreifen diese Gegend und gleiten über den Köpfen der Taucher hinweg.

Eine Tauchwand ist komplett mit Anemonen überzogen. Diese schimmern in ihrer ganzen Farbenpracht und beheimaten viele Anemonenfische – jene bunten Fische, zu denen auch Nemo, der Protagonist des Kinofilms, zählt. Diese kleinen Bewohner wirken sehr hektisch und unter Stress. Taucher sollten die Anemonenfische aus sicherer Entfernung beobachten und sie nicht weiter unter Stress setzen. 

Hammerhai im Wasser von unten
(Bild: hakbak – stock.adobe.com)

Das „Hailight“ des Daedalus-Riffs

Die nördlichste Tauchwand ist ideal zum beobachten von Haien. Hier ist die Strömung jedoch am stärksten und der Taucher sollte sich in der Nähe der Wand aufhalten, um nicht abzudriften. An diesem Riff treffen Taucher fast automatisch mehrere interessante Hai-Arten an. Der etwa sechs Meter große Fuchshai und der 140 Zentimeter kleine Graue Riffhai sind häufige Besucher.

Zwischen Mai und Juni sind Walhaie besonders präsent. Die sanften Riesen gleiten in aller Ruhe meist mit kleineren Fischen im Schlepptau an dem Riff vorbei. Die Hammerhaie haben dieses Riff so bekannt gemacht. Auch sie bevorzugen die Monate, in denen der Walhai hier seine Runde dreht. Mit etwas Glück können Taucher ganze Schulen von Hammerhaien beobachten.

(Bild: aquapix – stock.adobe.com)

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